Blogtour Endstation | Hinter den Kulissen von Zwölf Wasser

Man braucht Nerven, wenn man Bücher schreiben will. Nicht nur, wenn die Kritiken kommen, nein, viel früher. Das Schreiben selbst ist mitunter recht nervenaufreibend und auch das Anbieten eines (vermeintlich) fertigen Manuskripts kann nerven. Aber das meine ich alles nicht. Ich meine den Prozess, bei dem aus einem (vermeintlich) fertigen Manuskript ein wirkliches Buch wird: das Lektorat.

Drei Frauen, drei Bücher, ein Werk

Bei ZWÖLF WASSER hatte ich das große Glück, mit gleich zwei erfahrenen und überaus fähigen Lektorinnen zusammenarbeiten zu dürfen. Die eine, Hannelore Hartmann, sitzt im Lektorat Unterhaltung beim dtv und hat mich „entdeckt“ – und im Verlag alle anderen davon überzeugt, sich auf das Wagnis ZWÖLF WASSER einzulassen. Hanne Hartmann hat während der fünf Jahre, die wir mit den drei Bänden beschäftigt waren, so etwas wie die Supervision gemacht, ich erkläre das gleich noch. Beate Schäfer, die Außenlektorin, arbeitet frei. Sie lektoriert, übersetzt und gibt Workshops. Mit ihr habe ich intensiv am Text gearbeitet. Und zwar besonders zu Beginn in einem Ausmaß, das sicher außergewöhnlich war.

Drei für eins.

Drei für eins.

Von Beate Schäfer habe ich viel gelernt; das war im Grunde ein 5-jähriger Superintensivworkshop. Sie hat nie locker gelassen, jedes Detail ständig hinterfragt, keine sprachliche Schlamperei geduldet. Während Hanne also vor allem die großen Bögen der Geschichte im Blick behielt und das ganze Drumherum* gemanagt hat, bin ich mit Beate** tief in den Text eingestiegen. Wichtig dabei: Das Ganze wurde von einer großen Sympathie zwischen uns dreien getragen und ich wusste immer, dass beide die Geschichte lieben und zu 100% hinter dem Projekt stehen. Das ist nicht selbstverständlich, denn Büchermachen ist keine Wohlfühlveranstaltung, sondern ein Geschäft. (Wobei die meisten Lektoren ihren Job lieben; das müssen sie auch, denn reich werden sie mit ihrer Arbeit nicht.)

Keine Eitelkeiten, es geht um den Text

Wie eingangs schon erwähnt, sollte man nicht zu empfindlich sein, wenn es an die Textarbeit geht. Hier seht ihr eine Textpassage in drei unterschiedlichen Stadien. Die Vorstufen vor der ersten erspare ich uns allen – denn bevor ich etwas ans Lektorat schicke, habe ich natürlich ewig daran herumgefeilt. (Klick auf die Bilder zum Vergrößern.)


Das ist der Punkt: Ich schicke nur das ans Lektorat, wovon ich total überzeugt bin. Was ich für gut halte. Und es kommt zurück mit 1000 Anmerkungen. Ist also doch nicht gut. Da gilt es dann Nerven behalten, gekränkte Eitelkeiten runterschlucken und wieder ran an den Text und weiterarbeiten. Ein/e gute/r Lektor/in wird einen Autor immer gleichzeitig treten und streicheln, fordern und loben – denn es geht nicht darum, ein Ego aufzubauen und auch nicht darum, es zu zerstören. Es geht um den Text. Hanne Hartmann und Beate Schäfer haben es jedenfalls ziemlich gut drauf gehabt, mir immer wieder zu versichern, dass ich großes Talent habe – aber leider dennoch diese Passage gründlich überarbeiten muss und über jenen Plotknoten brüten sollte.

So viele Rechtschreibfehler – gibt’s kein Lektorat?

Bücher werden heute immer schneller produziert. Das geht manchmal zulasten der Qualität und manchmal auch nicht – hier in Deutschland werden durch die Bank qualitativ sehr hochwertige Bücher gemacht. (Wer mass-market paperbacks kennt weiß, was ich meine.) Grundsätzlich: Das Lektorat ist nicht für Rechtschreibfehler verantwortlich – die sollten im Korrektorat ausgemerzt werden. Ein gutes Lektorat korrigiert natürlich trotzdem so gut es geht alles Falsche raus, achtet aber vor allem auf inhaltliche Richtigkeit. Es gibt viele Stationen nach Lektorat und Korrektorat, wo wieder Fehler ins Manuskript zurück- oder hineinfinden können. Im Satz (=Layout) müssen manchmal noch Sätze oder Satzteile ergänzt bzw. gestrichen werden, damit der Text gut läuft und beispielsweise nicht die letzten zwei Worte eines Kapitels auf einer neuen Seite stehen. Als Autor bekommt man die sogenannten Fahnen zur Freigabe, aber manchmal rutscht trotzdem etwas durch bzw. wird nicht übernommen.

Wo ist die richtige Version?

Wo ist die richtige Version?

Zudem geht das Hin- und Herschicken von Dateien zwar schnell und ermöglicht erst die hohe Produktionsfrequenz, ist aber selbst eine Quelle von Fehlern. Habt ihr schon einmal viele Versionen einer Datei gehabt und wart zum Schluss selbst nicht mehr ganz sicher, welche nun die Finalversion ist? Eben. Ich konnte mich bei ZWÖLF WASSER darauf verlassen, dass sorgfältig gearbeitet wird und ich mich nicht über Fehler ärgern muss.

Ein Buch ohne Lektorat? Unvorstellbar.

Meine Lektorinnen haben Vorschläge gemacht, keine Befehle erteilt – das ist natürlich ein wesentlicher Unterschied. Ich wäre schön blöd, gutgemeinte Vor- und Ratschläge nicht anzunehmen. Keine Sekunde hatte ich dabei das Gefühl, jemand würde in meinem Text herumfuhrwerken oder ihn gar entstellen oder mir entfremden. Ich kann nur jedem (angehenden) Schreiber raten: Sucht immer den Kontakt zu einem Lektor/ einer Lektorin! Ihr werdet besser, das Buch wird besser – dafür kann man ruhig ein paar Nerven strapazieren.

Meine Frage an euch (und gleichzeitig die letzte dieser Tour):

Habt ihr selber schon etwas geschrieben und seid durch den „Verbesserungsprozess“ gegangen? Dabei meine ich jetzt keine Klausuren. Aber vielleicht ein Referat, das ihr mit anderen abstimmen musstet. Wie habt ihr es empfunden, kritisiert und korrigiert zu werden?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!


*Eine Verlagslektorin wie Hannelore Hartmann hat weit mehr zu tun, als zu lesen. Sie muss z.B. in Meetings Kollegen von Neuentdeckungen überzeugen, sie muss Termine von Autor, Lektorat, Korrektorat, Umschlagabteilung, Herstellung und Druck koordinieren. Sie muss Presse- und Klappentexte schreiben, ist für die Texte in den Verlagsvorschauen verantwortlich, muss ihre Projekte auf den Marketing- und Vertretersitzungen präsentieren – eine wichtige Veranstaltung, auf der den Buchhandelsvertretern früh die jeweils neuen Programme präsentiert werden.

**Beate Schäfer ist Freiberuflerin und z.B. bei Xing zu finden.


 

Die Bedingungen zur Teilnahme am Gewinnspiel:

  • Der Teilnehmer muss über 18 Jahre sein, oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen haben.
  • Teilnahmeschluss ist Freitag, der 15. Mai 2015 um 22:00 Uhr.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
  • Der Versand erfolgt an Teilnehmer aus Deutschland.
  • Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen muss eine gültige eMail Adresse hinterlegt werden, unter der wir euch im Gewinnfall benachrichtigen können.
  • Die Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert und lediglich zur Gewinnermittlung benutzt. Die Adresse des Gewinners wird nach Versand umgehend gelöscht.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen wird keine Haftung übernommen.
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35 Gedanken zu “Blogtour Endstation | Hinter den Kulissen von Zwölf Wasser

  1. Hallo und guten Tag,

    nein so schöfferisch war ich noch nie tätig, aber ich persönlich bin froh das es die entsprechenden Rechtschreibprogramme gibt.

    Danke heute für diesen interessanten Einblick in die Arbeit einer Autorin und ihrer Helfer.

    Daten von mir wurden nach bei der ersten Bloggerin hinterlegt.

    LG..Karin..

  2. Ich habe tatsächlich schon einige Texte geschrieben. Teilweise als Zeitvertreib und teilweise, weil ich eine Arbeit in der Uni abgeben musste. Z.b. musste ich für das Fach Development (storytelling) ein Testament und anschließend ein Drehbuch schreiben. Das ist mir unglaublich schwer gefallen, weil hier eine bestimmte Zeitform verwendet werden muss. Ohne meine Mutter, die das Buch immer und immer wieder gelesen und verbessert hat, hätte ich niemals so eine gute Note bekommen. Oftmals hatte ich Fehler in der Zeit oder furchtbare schachtelsätze, die sie umformulieren musste. Ich war sehr dankbar, dass sie mich so unterstützt hat. Und das ist auch unabdinglich, denn wenn man seine wirren und schnellen Gedanken zu Papier bringt, ist man so in der Geschichte drin, dass schnell andere Dinge vergessen werden.

  3. Hallöchen!

    Ich schaue so gern hinter die Kulissen eines Buches 🙂 Ich schreibe selbst auch und hoffe, dass meine Bücher vielleicht eines Tages veröffentlicht werden. Also ja, ich kenne diesen Verbesserungsprozess. Zwar nur von Freunden, die einem meistens ja doch sagen, dass alles ganz toll ist, aber es war schon auch negative Kritik dabei. Das ist erst mal schon ein Schlag ins Gesicht und ich musste aufpassen, dass ich nicht gereizt reagiere, aber wenn man immer im Hinterkopf behält, dass diese Meinung dem Werk nur hilft, besser zu werden, dann beruhigt man sich schnell wieder, finde ich 🙂

    Liebe Grüße
    Kate
    katesbuecherregal@web.de

  4. Vielen dank ich fand es schön dir für einen Moment mal über die Schulter schauen zu dürfen beim schreiben.ich muss sagen,dass ich Kritik als wichtig empfinde. Daran wächst man denn nur so kann man auch Dinge verändern. Ich kann gut damit umgehen denke aber schon,dass es stimmt „der Ton macht die Musik „. Liebe grüße julia

  5. Guten Morgen,

    in bin fasziniert, wie viele Stufen so ein Buch durchlaufen muss, bis es einmal fertig gestellt ist. Ich hatte ja bislang keine Vorstellung, da ich zwar gerne lese, aber bislang waren Korrektorat, Lektorat etc. Begriffe die ich zwar kannte aber nicht genau wusste, was diese tun.

    Ich selbst habe noch nichts geschrieben, außer einem Referat in der Schule vor langer Zeit. Damals war ich auch der Meinungs, dass es sehr gelungen ist. Dann hat meine Mutter drüber gelesen und hat mir vieles zum Überarbeiten markiert. Ich war zuerst einmal gekränkt, dass meine „tolle“ Arbeit so zerrissen wurde, aber letztlich meinte meine Mutter es nur gut und es war tatsächlich so, dass ich mich nach einigen Aufregern auf die Vorschläge eingelassen habe. Die Note war später sehr gut – ob es daran lag, dass ich es überarbeitet hatte oder ob es auch vorher so gewesen wäre weiß ich aber nicht… 🙂

    Mach bitte weiter so tolle Arbeit, danke deinem Lektorat und wir warten auf weitere tolle Werke!!

    LG
    Jens, „Der Lesefuchs“
    (der-lesefuchs@gmail.com)

  6. Hallo Guten Tag,

    Natürlich musste ich auch schon einmal korrigiert werden. Es ist zwar immer nicht schön, aber was solls. Jeder macht Fehler. 🙂 Letztendlich sind wir alle nur Menschen, wäre auch schlimm wenn nicht.

    „Das Lektorat ist nicht für Rechtschreibfehler verantwortlich – die sollten im Korrektorat ausgemerzt werden. “

    Den Satz fand ich sehr lehrreich, ich dachte immer, dass das Lektorat dafür verantwortlich ist!

    Liebe Grüße

  7. Interessanter Beitrag!

    ich denke dass nahezu jeder schon mal korrigiert wurde. Ist doch aber auch okay, man macht es ja selbst tagtäglich bei anderen Menschen.

    wir sind schließlich alle nicht perfekt..
    lG

  8. Hallo 🙂 Ich habe einen Textkurs in der Uni, wo wir schon schreiben mussten und auch für Referate und Hausarbeite war es schon öfter notwendig, in Gruppen zu arbeiten und zu schreiben. Ich persönlich finde das rimmer recht schwer, wenn die einzelnen Leute sehr unterschiedlich sind. Jeder aht einen anderen Schreibstil und wenn ich etwas schreibe und das dann von jemandem kritisiert wird, der einen völlig anderen Schreibstil hat und statt konstruktiver Kritik nur versucht, meinen Text so klingen zu lassen, als wäre es eher seiner, finde ich das immer recht schwierig. Man sollte schon dem Stil treu bleiben und versuchen, Verbesserungen zu schaffen, die wirklich helfen und mit denen sich der Autor auch wohl fühlt.

    Liebe Grüße, Krissy 🙂
    http://www.tausendbuecher.blogspot.de
    krissysmail(at)web.de

  9. Hallöchen,

    fürs Schreiben habe ich leider keine allzu große Begabung. Referate musste ich schon des öfteren mit anderen abstimmen, was tatsächlich nicht immer einfach war! Man muss dabei Kompromisse eingehen und das ganze mehrmals überarbeiten! Kritik habe ich aber immer gern angenommen und mir dazu meine Gedanken gemacht!

    Dein Betrag heute ist wirklich toll und zeigt wie viel Arbeit an so einem Buch hängt!

    Ganz liebe Grüße
    Marion
    mariongeier@gmx.net

  10. Hallo Frau Greiff,
    ein hoch interessanter Einblick in die künstlerische Arbeit einer Autorin. Leider muss ich Ihre Frage was mich betrifft leider mit Nein beantworten. Interessant wäre es allerdings, ob in mir eine kleiner Schreiberling 🙂 stecken würde.

    Liebe Grüße
    Uwe

    (leseratteug6@gmail.com)

  11. Ich habe selbst schon einige Referate schreiben müssen und finde es gut, wenn man auch mal kritisiert wird, bzw. auf Fehler aufmerksam gemacht wird.

    Ich wünsche einen schönen Samstag.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  12. Hallo,
    diese Blogtour hat mir einen riesigen Spaß bereitet und ich bin jetzt total neugierig auf die Geschichte.
    Ich schreibe nicht so gerne, ich lese viel lieber.

    Liebe Grüße Doro
    dorohuebl@web.de

  13. Hallo 🙂

    Erstmal danke für das Gewinnspiel und die vielen wundervollen Ideen und Einblicke 😀

    Ich schreibe selber aus Spaß ein bisschen und habe auch ein paar Freunde, die es gerne lesen und mich dann auch auf Logikfehler oder andere hinweisen. Im Grunde bin ich ihnen dafür richtig dankbar. Man merkt dann auch, dass sie Interesse haben, es zu lesen, denn nix ist von Anfang an perfekt.

    Das mit den Referaten kenn ich (leider) auch zur Genüge. Gerade in Gruppen muss man viel absprechen und sich auch richtig auf die Leute verlassen können. Denn wenn die Abstimmung in der Gruppe nicht funktioniert, dann is das ganze Referat meistens nichts wirklich tolles. Aber aufgrund der verschiedenen Meinungen ist es immer schwer, die richtigen Kompromisse zu finden.

    Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende 😀

    LG Andrea
    (andrea18lange@gmail.com)

  14. Hallo 🙂

    Ich schreibe immer mal wieder an meiner Geschichte weiter, bisher haben sie aber noch nicht viele gelesen und ihre Meinung gesagt. Aber jedesmal, wenn ich sie mir durchlese fallen mir Sachen auf, die ich verbessern oder verändern muss. Das kann manchmal echt frustrierend sein, weil man eigentlich denkt, das sie jetzt wirklich gut war.
    Ich kann mir vorstellen, dass das bei gleich drei Büchern ewig dauert und nervenaufreibend ist.

    Noch ein schönes Wochenende und viele Grüße,
    Hannah (buecherdrache-blog@web.de)

  15. Hallo Frau Greiff!
    Vielen Dank für diesen interessanten Einblick!
    In der Schule habe ich einige Aufsätze und Referate geschrieben. Ich habe aber auch schon Artikel für eine Zeitung geschrieben. Im ersten Moment ist es natürlich nicht so schön, wenn man korrigiert wird. Aber letztendlich lernt man ja auch daraus und verbessert sich. Ich finde, konstruktive Kritik ist Gold wert.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende,
    Leelou

  16. Hallo und vielen Dank für den spannenden Einblick in die Arbeit!

    Ich war auch schon in der Situation so eines Verbesserungsprozesses, ja. Und weil ich selbst schon einen wahnsinnig hohen Anspruch an mein Geschreibsel habe und da sehr perfektionistisch bin, ärger ich mich dann wirklich erstmal gewaltig, wenn es jemanden gibt, der noch etwas zu verbessern findet oder eine andere Meinung hat. Bin da schon etwas empfindlich. :o)

    Aber letztendlich bin ich froh, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht. Teilweise liest man so oft über die eigenen Texte und verändert hier und da noch was, dass man ganz blind wird und das Ganze nicht mehr aus der Perspektive eines Erstlesers betrachten kann.

    Viele Grüße sendet
    Franziska
    (gerkenfranziska@gmail.com)

  17. Hey 😀 Ich finde die Tour ist euch allen ganz ganz toll gelungen. Ich mochte wirklich jedes Thema und das war die erste Blogtour die ich so verfolgt habe 🙂
    Wirklich, super gelungen das muss ich jetzt mal hier sagen.

    Wow diesen Einblick finde ich einfach nur wunderbar. Total toll zu lesen was es alles zu beachten gibt, wie das passiert und und und 🙂
    Also ich schreibe selbst auch. Immoment nur Hobbymäßig, aber ich habe vor eine meiner Storys an einen Verlag zu schicken.
    Ich veröffentliche meine Werke auf Schreibplattformen und da habe ich schon einiges zu hören bekommen.
    Viele schreiben einfach nur ja toll super ganz toll schreib weiter.
    Aber das hilft einem ja nicht, da sind mir die: das machst du falsch, das geht noch besser, so hört es sich nicht so toll an, schon viel lieber.
    Ich hatte aber auch schon Leute die einfach alles kritisiert haben. Manches davon stimmte, das muss ich zugeben und ich bin auch dankbar für die Kritik aber sobald es nur noch ums lästern und schlechtmachen geht, bin ich sauer.
    Ich finde das man, wenn man etwas kritisiert trotzdem aber auch immer etwas positives sagen sollte, denn nicht alles ist einfach nur schlecht, genauso wie nicht alles einfach nur gut ist.
    Alles hat seine Guten und seine Schlechten Seiten.
    Ich finde aber man sollte nicht nur auf einem Text herumhacken und gar nichts Gutes dafür übrig haben. Denn dann fühlt man sich wirklich gekränkt und als wenn man gar nichts könnte.
    Es ist ja klar, das man Fehler macht und das man auch etwas anders schreiben muss.
    Aber so wie du schon sagtest, sie treten und streicheln einen, das ist aber vollkommen in Ordnung.
    Nur wenn man nur getreten wird, kann ich meine Nerven nicht mehr behalten.
    Sonst nehme ich Kritik aber sehr gerne an, da sie ja hilft das Buch besser zu machen.

    Liebe Grüße
    Maddy
    darkshadowroses@googlemail.com

  18. Hallo,
    ein Buch habe ich noch nicht geschrieben, aber Referate schon. Allerdings musste ich diese eigentlich nie mit anderen abstimmen. Ich kann ganz gut Texte schreiben und musste da eigentlich noch keine Kritik einstecken und wenn wäre das auch nicht schlimm.
    LG Susann

  19. Huhu, toller Beitrag & danke für den Blick hinter die Kulissen 😀

    Ich schreibe hin und wieder Gedichte, habe auch ein Sachbuch über Ägypten geschrieben und seit einer Weile versuche ich, ein Buch zu schreiben… da muss dann manchmal meine Mutter „lektorieren“ und ja, es ist nicht einfach, weil man immer das Gefühl hat, mehr zu ändern, als tatsächlich beizubehalten xD

    LG, Mary ❤
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

    marysol.fuega@gmail.com

  20. Vielen Dank für diesen Einblick in die Arbeit an „12 Wasser“!
    Mit Frau Hartmann hatte ich bereits kurzen E-Mail-Kontakt und konnte dabei herauslesen, wie sehr sie hinter der Trilogie steht. Das ist großartig!
    Über die Frage musste ich jetzt erstmal nachdenken, weil ich noch nichts romanähnliches Geschrieben habe – außer ein paar Kurzgeschichten in meiner Kindheit 😉 -, aber ich schriebe beruflich immer wieder Berichte, die dann in der Regel von einer/einem Kollegin/Kollegen korrekturgelesen werden. Manchmal sind wir da unterschiedlicher Meinung, aber meist ist so ein zweiter Blick sehr hilfreich, um Zusammenhänge klar zu formulieren und so zu beschreiben, dass der Kunde das Geschriebene verstehen kann, das ist wichtiger als persönliche Empfindsamkeiten.

    Ich danke allen beteiligten sehr herzlich für diese Blogtour und hoffe, dass diese auch dazu beigetragen hat, die Trilogie bekannter zu machen.

    Herzliche Grüße
    mira

    P.S.: Ich habe jetzt immer wieder mal hier mitgemacht, meine E-Mail-Adresse aber nur einmal hinterlassen, weil ich mich nicht am Gewinnspiel für die Bücher beteiligen möchte. Ich habe alle 3 bereits und deshalb soll lieber jemand anderes die Bücher gewinnen. An einem Poster hätte ich allerdings schon Interesse, deshalb will ich mich auch nicht ganz aus dem Gewinnspiel ziehen. Hm, vielleicht kann das ja Berücksichtigung finden. 😉

  21. Hallo,

    das war ein wirklich interessanter Beitrag. Vielen Dank. 🙂

    Bisher habe ich noch keine eigenen Texte verfasst und kann mir das ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Ich schwelge lieber in fertigen Werken. 😉

    Die Referate, die ich früher in der Schule anfertigen musste, sind damit nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Gruppenarbeit gab es damals eher weniger und so kam die Kritik an dem Beitrag meistens immer erst zum Schluss – vom Lehrer. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, bei einem Werk, in dem soviel Arbeit und Herzblut steckt, Kritik hinzunehmen. Die müsste bei mir schon seeeehr vorsichtig formuliert werden, glaube ich. 😉 Insofern: Hochachtung an jeden Autor, der diesen Prozess durchläuft.:-)

    Liebe Grüße
    Petra
    fantasticbooks@t-online.de

  22. Hallöchen,
    die korrigierten Textseiten kamen mir doch gerade sehr bekannt vor. Als ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe, und sie das erste Mal korrigiert von meiner Betreuerin zurück bekam, hatte ich das Gefühl, ich sehe vor lauter Kommentaren und Änderungen nichts mehr von meinem eigenen Text… Das ist nicht besonders aufbauend. Und wenn man dann korrigiert hat, und die nächste Korrektur zurück bekommt, sieht es häufig noch einmal genau so aus. Das kann sehr frustrierend sein, aber ein zweites Auge hilft, Dinge zu sehen, die einem selber heim Schreiben halt nicht auffallen. Schließlich hat man alle Infos im Kopf über das, was man schreiben wollte und geschrieben hat, oder von dem man nur dachte, dass man es auch geschrieben hat, und dessen Fehlen dann zum Glück auffällt.
    Am Ende ist man dann meist froh für die Hilfe. Und da ich diesen Prozess gerade wieder durchlaufen habe, für eine sehr wichtige Arbeit, finde ich, dass man beim zweiten Mal gleich viel entspannter damit umgehen kann 😀
    Liebe Grüße und vielen Dank für diesen interessanten Einblick
    Jana
    lunasleseecke@gmail.com

  23. Hallo,
    ich schreibe selbst sehr viel und habe auch schon 2 Gedichte und eine Kurztext veröffentlicht. Der Verbesserungsprozess ist hart, wobei ich Kritik meiner Freunde und Leser sehr ernst nehme, aber mein schärfster Kritiker bin ich selbst. Oft sind es immer noch Kleinigkeiten, welche ich selbst verbessern will, weil etwas nur 99% rund ist und nicht 100% wo andere schon längst abgenickt haben.
    Dennoch bin ich natürlich um jede Hilfte froh, die ich bekommen kann, denn oft fallen durch andere Blicke einfach andere Sachen auf.
    Interessanterweise habe ich dabei auch schon sprachliche Nord-Süd-Differenzen aufgetan, die gerade in der Lyrik teils nicht überbrückbar sind, denn ich bin immer wieder auf Textpassagen gestoßen, welche meine Freunde aus Süddeutschland glatt fanden, während die Norddeutschen es holprig fanden und umgekehrt.
    Ich finde den Verbesserungsprozess daher eher als etwas angenehmes und gutes, aber solange Kritik sachlich ist, kann ich auf jeden Fall gut damit umgehen.
    Liebe Grüße
    Sabrina

  24. Hallo Frau Greiff!
    Vielen Dank für die interessanten Einblicke hinter die Kulissen.
    Für mich als Leserin ist es ziemlich spannend auch mal sehen zu können, was im Hintergrund so alles passiert, bis ein Buch als Endfassung vorliegt.
    Schön, dass Sie da zwei so engagierte Frauen an Ihrer Seite haben!
    Ich selbst schreibe Rezensionen über Bücher.
    Dies ist eines meiner Hobbys und ich mache es, um anderen Menschen die Bücher und Autorinnen/Autoren näher zu bringen, die mir selbst gut gefallen haben und um Bücher bekannter zu machen.
    Als ich vor etwa fünf Jahren damit anfing, waren meine Rezensionen noch sehr kurz und unstrukturiert und ich schäme mich fast ein wenig, wenn ich mal wieder drüberlese.
    Inzwischen bin ich mit der jetzigen Form meiner Rezensionen ganz zufrieden, musste aber in einem Forum ziemlich heftige Kritik dazu einstecken.
    Zwei Lesern waren meine Rezensionen zu ausführlich und sie meinten, ich würde zu viel vom Inhalt verraten.
    Ich habe mir ihre Rezensionen durchgelesen und war befremdet, denn mehr als „Das Buch war toll“ stand in ihren „Rezensionen“ nicht.
    Keine Begründung warum, kein Wort über den Schreibstil des Autors, nichts.
    Sollte ich alles falsch machen?
    Das hat mich tief getroffen und ich hatte eine lange Schreibblockade, zweifelte an mir und hatte gar keine Lust mehr zu schreiben.
    Dann kam wieder positives Feedback, auch von einer lieben Autorin, deren Buch ich rezensiert hatte und ich war wieder motiviert zu schreiben.
    Die Kritik hat mich deshalb so stark getroffen, weil ich mir große Mühe gebe, möglichst wenig vom Inhalt zu verraten und weil die Kritik eher beleidigend formuliert war.
    Ab und zu lasse ich meinen Freund die Rezension lesen bevor ich sie veröffentliche, um Schachtelsätze und Wiederholungen zu vermeiden.
    Liebe Grüße, Aletheia

  25. Hallo,
    also ich habe noch kein Buch geschrieben, aber natürlich war ich in der Schule. Und natürlich haben wir Referate gemacht. Ich muss leider zugeben, dass ich mehr zu den korrigierenden Leuten gehöre, sprich: Ich habe dann die Arbeiten korrigiert. Aber, um mal aus dieser Perspektive etwas zu sagen, ich habe nie jemandem schaden wollen oder sein Ego runtermachen wollen. Mir war das Gesamtergebnis wichtig und wenn ich etwas für nicht gut gehalten habe, dann konnte ich entweder immer argumentieren warum oder auch sofort einen Verbesserungsvorschlag machen. Ohne ein Argument oder ein Verbesserungsvorschlag, also nur sagen: Das ist doch blöd! oder so etwas, das hätte ich nie gemacht. Das wäre nicht richtig gewesen und wenn ich selbst nicht weiß, warum etwas verbesserungswürdig sein soll, dann halte ich den Mund.

    Liebe Grüße
    Anna
    mountainlovetest@web.de
    http://www.mountainlovetest.wordpress.com

  26. Hallo,

    ein sehr interessanter Einblick 🙂

    Ich war schriftstellerisch bisher noch nicht tätig und habe auch sonst noch nicht mit jemanden gemeinsam an einem Text gesessen. Kann mir aber vorstellen, dass es wichtig ist Kritik anzunehmen und umsetzten zu können.

    LG
    SaBine

  27. Heyho,

    ich selber habe zwar noch kein Buch geschrieben, aber wie du schon erwähnt hast das ein oder andere Referat. Hier hatte ich dann oft Hilfe von meinen Eltern oder Freunden, denen ich das ganze zum Überprüfen hingelegen habe. Da muss man tatsächlich Stärke beweisen, wenn einem erzählt wird wie zusammenhanglos oder durcheinander alles ist. 😀
    Ich bewundere da wirklich jeden Autor und Lekor. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ruby
    ruby.celtic@gmail.com

  28. Guten Morgen (:

    Ich habe zwar selbst kein Buch geschrieben, habe mich aber mal an Fanfictions versucht und diese dann guten Freundinnen zur Korrektur zugeschickt. Das ist natürlich nicht so wirklich vergleichbar aber eine gute Rückmeldung mit konstruktiver Kritik und Verbesserungsvorschlägen hat mir immer gut getan.
    Bei Hausarbeiten für die Hochschule hat das ganze noch einmal einen anderen Charakter. Dort gebe ich die fertige Arbeit auch meist zwei oder drei Freundinnen zum lesen, die ein bisschen Ahnung haben was wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, damit mir dort die Professionalität nicht fehlt. Daher würde ich behaupten, dass ich in sehr sehr sehr abgeschwächter Weise selbst schon Verbesserungsprozess erlebt habe, wobei mir jede Kritik und Anmerkung wirklich geholfen hat weiter zu kommen. (:

    Liebe Grüße, Anna
    liveyourlifewithbooks@web.de

  29. Ich habe zwar für Schule und Ausbildung Referate schreiben müssen, aber die waren nie so umfangreich, dass ich da hätte jemanden drüber lessen lassen müssen. Für meine Ausbildereignungsprüfung musste ich eine Ausarbeitung schreiben, die habe ich von einigen lesen lassen, um zu sehen, ob Leute, die so gar keine Ahnung vom Thema haben, meine Unterweisung auch verstehen 🙂

    Liebste Grüße, Wolfhound

  30. Huhu, ich weis nicht anfangs fühlt man sich schon komisch wenn da jemand meckert, das ist falsch und das. Aber jetzt mit der Zeit hab ich kein Problem damit und freue mich auch wenn mir jemand mitteilt das da etwas nicht stimmt. Aus Fehlern lernt man 🙂

    Alles Liebe
    Nadine

  31. Danke für den tollen Beitrag – ein wunderbarer Einblick. Es ist schwer (finde ich) jemanden an seine Texte heranzulassen – einerseits will man die Kritik andererseits besteht natürlich die Sorge, nicht verstanden zu werden… Kritik kann schwer sein aber in jedem Fall IMMER sehr nützlich. Manche Änderung versteht man auch erst nach dem zweiten Lesen. Wenn man das Glück hat, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die ihr Handwerk verstehen – dann kann nur etwas Besseres herauskommen!

    Viele Grüße
    Kati
    http://zeitzulesen.blogspot.de/

  32. Huhu,

    Das ist ja eine interessante Frage. 🙂

    Ja, ich habe an der Universität schon einige Hausarbeiten und auch meine Bachelorarbeit geschrieben.
    Bei manchen Hausarbeiten habe ich auch einige Leute Korrektur lesen lassen.
    Das ist immer gut, denn man sieht selbst nicht immer alle Fehler und man merkt so auch, ob man sich vielleicht an einer Stelle unklar ausgedrückt hat.
    Dann bin ich für Änderungsvorschläge natürlich offen.
    Eine Verbesserung wortwörtlich übernehmen würde ich aber nie, weil es dann nicht mehr meinem Schreibstil entspräche.

    Herzliche Grüße,
    Areti

  33. Guten Abend!

    Ich habe für die Arbeit als Werkbrandmeister öfters mal Rundbriefe, Berichte und einiges anderes schreiben müssen.
    Dabei habe ich mir immer Rat bei meiner Tochter gesucht, die alles noch einmal durchgelesen hat, um nach Fehlern zu schauen und die Formulierungen noch einmal abgeändert hat.
    Jeden Änderungsvorschlag habe ich gern angenommen.
    Sie kann das einfach besser als ich. 🙂

    Liebe Grüße,
    Corpus (Karl)

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