Machen wir es wie die Hirsche | Idee des Tages

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich mich für den Menschen nicht einfach nur so interessiere, sondern insbesondere auch für seine Zerbrechlichkeit – oder sollte ich sagen Ge-brechlichkeit? Wie auch immer, unser Körper limitiert uns so lange, bis wir sterben, und das nervt ziemlich. Deshalb erfinden wir immer wieder Neues, was uns das Leben extrem lebenswert erscheinen lässt (Wingsuits oder Skateboards beispielsweise) oder Nützliches, was uns das Leben extrem erleichtert. In die letzte Kategorie fällt ein neues Knochenimplantat, an dem Prothesen verankert werden können. Dem unangenehmen Part des Einschraubens von Metall in den Knochen des Stumpfs folgt das angenehme Tragegefühl der dann anschraubbaren Ersatzteile – das sagen jedenfalls die, die es wissen müssen: zwanzig Patienten, bei denen die neue Methode ausprobiert wurde. Warum hat man das nicht früher schon gemacht? Weil ein Teil, das mit dem Körper verbunden ist, aber durch die Haut herausragt, eine Einladung für Keime ist. Gelöst hat man dieses Problem nun durch ein spezielles Metall, das in der Struktur Geweihen ähnelt. Bei Hirschen, Rehen oder sonstigen Geweihträgern stößt nämlich auch der Knochen durch Haut, oftmals jedes Jahr aufs Neue, und wenn das jedes Mal zur Sepsis führen würde, dann gäbe es wohl keine Geweihträger mehr.

Hier das, was ich grade erzählt habe, nochmal im Original und auf Englisch. (via wired)

 

(PS: Wenn ich keine besonderen Credits für Bilder angebe, dann sind es entweder meine, oder sie kommen zB hierher – wo kein Bildnachweis nötig ist.)

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